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Hilf mit, das MeshCore Netz im Taunus weiter auszubauen. Ob als Umsteiger von Meshtastic oder Neuling: Der Einstieg in MeshCore ist schnell geschafft und der erste Repeater schnell online.
Einstieg in MeshCore
MeshCore ist ähnlich aufgebaut und nutzt die gleichen Devices wie Meshtastic. Wer also bereits Erfahrung mit Meshtastic hat, kann seine Devices einfach mit der MeshCore-Firmware umflashen. Die offizielle Webseite von MeshCore bietet dazu einen WebFlasher, der das Flashen der Devices über USB aus dem Browser heraus ermöglicht.
Wer komplett neu in der Materie ist, benötigt zuerst einmal ein LoRa-Device. Amazon bietet hier ebenfalls unter dem Stichwort "Meshtastic" eine riesige Auswahl an Geräten aus Fernost, die in den meisten Fällen problemlos genutzt werden können. Neben einzelnen Boards und Bausätzen, werden auch komplette Geräte mit Akku und integriertem GPS angeboten. Gute Erfahrungen konnten mit folgenden Devices gemacht werden:
- Seeed Wio L1 Pro
- Heltec V4
- Weitere folgen
Um zu verstehen wie MeshCore genau funktioniert, was ein "Companion" ist und wie man diesen konfiguriert, empfehlen sich folgende Links:
Aufbau Taunus Mesh
Um das gemeinsame Ziel – den Aufbau eines offgrid- und offlinefähigen Mesh-Netzwerks für die Bewohner des Taunus – erfolgreich umzusetzen, bedarf es einiger grundlegender Überlegungen und Leitlinien:
- Fokus auf offline und offgrid: Es sollten nur Repeater aufgebaut werden, die autark mittels Solarpanel betrieben werden und ausreichend Akku-Kapazität auch für dunkle Wintertage mitbringen. Hier gibt es schon Erfahrungswerte, welche Hardware sich für solche Repeater am besten eignet. MeshCore verzichtet auf die Anbindung von MQTT-Servern, um eine echte Offline-Verbindung zwischen den Repeatern zu gewährleisten. Das macht den Netzausbau herausfordernder, aber das Netz resilienter.
- Fokus auf Kommunikation, Traffic minimal halten: Die LoRa-Funktechnik ist nicht dafür ausgelegt riesige Mengen an Daten zu übermitteln (Stichwort Airtime-Budget). Große Datenpakete und eine hohe Anzahl zu übermittelnder Pakete "überschwemmen" das Netz und machen es unzuverlässig und instabil. Das Taunus Mesh soll im Wesentlichen dafür genutzt werden Textnachrichten auszutauschen. Es ist primär nicht dafür gedacht, massenweise automatisierte Sensordaten zu übermitteln (wie es bei Meshtastic der Fall ist). Auch zukünftig vorstellbare Erweiterungen wie z.B. eine Bildübertragung sollten daher kritisch betrachtet werden, ob der Nutzen im Verhältnis zu den Auswirkungen auf das Netz stehen.
- Gemeinsame Verantwortung: Alle Teilnehmer im Taunus Mesh tragen gemeinsam die Verantwortung dafür, dass das Netz stabil funktioniert und im Sinne der Idee genutzt wird. Die Arbeit am Netz innerhalb der Community soll den Austausch untereinander fördern und dem gemeinsamen Ziel dienen. Es ist im Interesse aller, stabile Verbindungen im Netz aufzubauen und zu erweitern.
Repeater in Betrieb nehmen
Zum Auf- und Ausbau des Taunus Mesh braucht es in erster Linie Repeater an strategisch sinnvoll gelegenen Orten. Jeder hinzugefügte Repeater macht das Netz für alle besser!
Folgende Vorraussetzungen sollte ein Repeater im Taunus Mesh erfüllen:
- Vollständig autark, daher solarbetrieben (Offgrid)
- Gute Antenne für besseren Empfang und ggf. höhere Reichweite
- Möglichst nicht isoliert im Tal gelegen, mit Blick auf Repeater in der Umgebung
Folgende Repeater-Modelle und Antennen haben sich bewährt und sind zu empfehlen:
- Seeed SenseCAP Solar Node P1
- Weitere Links folgen
Folgende Einstellungen sind für die Repeater im Taunus Mesh zu nutzen:
| Name des Repeaters: | Um auf unsere Community aufmerksam zu machen, bitte ergänzt euren Repeater-Namen um " | taunus-mesh.de". Wenn der Platz nicht langt, hängt gerne auch nur das Berg-Emoji an. ⛰️ |
|---|---|
| Radio Settings: | EU/UK Narrow (869.618 Mhz, 62,5 kHz Bandwidth, Spreading Factor 8, Coding Rate 8) |
| Flood Advert Interval: | 0 (deaktiviert) Die regelmäßigen Flood Adverts der Repeater werden durch das ganze Netz propagiert und machen inzwischen fast 50% des Traffic aus. Die Adverts werden nur dafür benötigt, dass man die Repeater im Companion in der Liste sehen kann. Für die eigentliche Funktion des Repeaters sind sie nicht notwendig. In den Niederlanden und in Hamburg gibt es inzwischen ernsthafte Probleme mit der Menge an Flood Advert Paketen, die den Nachrichtenversand unzuverlässig machen. Langfristig muss das Flood Advert Verhalten neu überdacht und in der Firmware anders gelöst werden. Bis dahin sollten die Flood Adverts auf den Repeatern komplett deaktiviert werden. Da die Repeater auch Zero Hop Adverts senden, und über die App aktiv discovered werden können, lässt sich vom Companion trotzdem noch herausfinden welche Repeater in der Nähe antworten. Ebenso können die Repeater Admins manuell Flood Adverts versenden, um die Repeater im gesamten Netz einmalig bekannt zu machen. |
| ZeroHop Advert Interval: | 240 min Auch die ZeroHop Adverts sollten auf ein Minimum reduziert werden, um die AirTime im Netz für "echte" Nachrichten frei zu halten. |